Pragorische Ethik

Orginalzitat aus:
Die Tugend, Johanna Stein 388

Die Tugend besteht aus drei Grundprinzipien: Wahrheit, Liebe und Mut. Das Prinzip der Wahrheit ist wichtig um Unrecht zu vermeiden, Liebe ist das Absolute, welches Menschen für ein friedliches Miteinander brauchen und Mut ist jenes Wichtigste um in einer feindlichen Umgebung zu überleben und seine Aufgaben zu tun, auch wenn dies schwer fällt.
Der König muss in der Halle der Könige auf die drei Artefakte dieser Prinzipien schwören. Auf das Buch der Wahrheit, die Kerze der Liebe und die Glocke des Mutes. Es sind heilige Artefakte, denn man sagt, aus der Mischung von ihnen seien die vier Götter erschaffen worden. X1

- Aus der puren Wahrheit entstand Andrenda, das vierte und letzte Kind Peliandars. Sie repräsentiert die Tugend der Ehrlichkeit
- Aus der puren Liebe ward Eritera geschaffen. Sie war die Erstgeborene. Sie repräsentiert die Tugend des Mitleids. Denn sie war es, die mit dem Dämon Devastas sprechen wollte.
- Aus dem puren Mut wurde Gadian geschaffen, das dritte Kind des Göttervaters. Er steht für die Tapferkeit.
- Schließlich ward aus Liebe und Mut die Hilfsbereitschaft. Fayfill ist der Repräsentant hierfür. Er half seiner Schwester den Dämonen zu besiegen.

X1: Der Autor sah Devastas nicht als Gott, sondern als Dämon an und zählte diesen nicht dazu.


[...]



Nun lassen sich aus den drei Prinzipien noch andere Tugenden erschaffen, nach denen wir streben sollten, denn auch sie sind ja die Mischungen der Götter.

- Aus Liebe und Wahrheit: Gerechtigkeit
- Aus Wahrheit und Mut: Ehre
- Aus Wahrheit, Liebe und Mut: Spiritualität
- Keine der Prinzipien: Demut


Man kann die Tugenden auch so definieren:
- Ehrlichkeit ist der Respekt vor Wahrheit
- Mitleid ist die Liebe zu anderen
- Tapferkeit ist Mut, sich gegen Risiken zu erheben
- Gerechtigkeit ist Wahrheit, geführt von Liebe
- Hilfsbereitschaft ist Mut sich selbst den Namen Liebe zu geben
- Ehre ist Mut die Wahrheit zu suchen und aufrechtzuerhalten
- Spiritualtität ist die Suche nach Wahrheit, Liebe und Mut vom eigenen selbst und seiner Umwelt
- Demut ist das Gegenteil von Stolz - das Fehlen von Wahrheit, Liebe oder Mut.

Demut lässt sich schwer erklären. Lange gab es diskussionen darüber. Man einigte sich, dass es nicht wirklich verstanden werden kann, ohne das Laster "Stolz". Stolz hat nichts mit Wahrheit, Liebe oder Mut zu tun, genau wie Demut, jedoch befolgt Demut kein schlechtes Ziel und achtet die Tugenden, anstatt sie wie Stolz zu verachten.

Die Tugenden sind das höchste und jeder sollte eine Leben und die anderen achten, denn sie sind auch im Gesetz verankert.

Ehrlichkeit: Du sollst nicht lügen, oder du wirst deine Zunge verlieren
Mitleid: Du sollst denen in Not helfen, oder du wirst die selbe Not leiden
Tapferkeit: Du sollst bei einer Herausforderung bis zum Tode kämpfen, oder du wirst verbannt werden als ein Feigling
Gerechtigkeit: Du sollst dich zu deinen Missetaten bekennen und die gerechte Strafe leiden, oder du wirst den Tod erleiden.
Hilfsbereitschaft: Du sollst ein Viertel deines Einkommens zur Wohltätigkeit opfern, oder du wirst kein Einkommen erhalten.
Ehre: Wenn du deine eigene Ehre verlierst, wirst du dich selbst richten.
Spiritualtität
: Du sollst die Gesetze der Tugend befolgen oder als Ketzer sterben.
Demut: Du sollst demütig gegenüber deinen Vorgesetzten sein, oder du wirst unter ihrer Wut leiden.

Über diese Gesetze wird auch heute noch gestritten, man überlegte sogar sie ganz Abzuschaffen. Derzeit sind sie jedoch gültig.


[...]



Ehrlichkeit:
E. ist der Willen, andere niemals zu täuschen. Das Symbol dafür ist eine offene Hand und die Farbe dafür ist blau. Diverse Magiergilden haben sich dieser Tugend verschrieben.

Mitleid:
M. ist die nicht richtende Empathie für alle Lebewesen. Das Symbol dafür ist eine Träne, die Symbolfarbe ist Gelb. Hauptsächlich sind Barden und Heiler dafür bekannt, dieser Tugend zu folgen

Tapferkeit:
T. ist der Mut, Handlungen aus Überzeugung auszuführen. Das Symbol hierfür ist ein Schwert, die Farbe ist Rot. Viele Krieger folgen dieser Tugend.

Gerechtigkeit:
G. ist die Hingabe zur Wahrheit, geführt von Liebe. Es ist die Weisheit, die spürt was richtig und was falsch im menschlichen Tun ist. Das Symbol dafür ist eine Waage und die Farbe ist Grün. Es gibt hauptsächlich bekannte Druiden und vor allem Richter, die von dieser Tugend geleitet werden.

Hilfsbereitschaft:
H. ist das das hervorheben der Interessen anderer über sein eigenes Interesse. Das Symbol dafür ist ein Herz und die Farbe ist Orange. Viele wandernde Heiler haben sich diese Tugend ausgewählt.

Ehre:
E. ist der Mut für die Wahrheit zu stehen, entgegen jeder Uneinigkeit. Es ist der Mut, die Wahrheit zu verteidigen, unbeachtet der Umstände. Das Symbol dafür ist der Kelch und die Farbe ist Violett. Vor allem Paladine streben nach dieser Tugend

Spiritualtität:
S. ist das Interesse um das eigene Ich und wie dieses in Verbindung zu Wahrheit, Liebe und Mut steht. Ausserdem ist es das Bewusstsein von Liebe das das Ich mit der Umwelt vereinigt. Das Symbol dafür ist der Ankh, die Farbe ist weiß. Dieser Tugend gehören Waldläufer, Heiler und Magier an.

Demut:
D. ist unabhängig jeder Prinzipien. Jemand der der Demut folgt sucht einen Platz in dieser Welt, ohne die eigenen speziellen Vollkommenheit zu beachten, jedoch in Beachtung der wesentlichen Vollkommenheit aller Personen. Es ist die Anerkennung des Wertes aller Geschöpfe und die Erkentniss des eigenen Platzes zwischen ihnen. Das Symbol dafür ist der Hirtenstab, die Farbe dafür ist Schwarz. Hauptsächlich dem Symbol wegen folgen fast alle Hirten dieser Tugend. Jedoch wird dieser Tugend nur selten gefolgt



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Desweiteren gibt es noch spezielle Tugenden für Pragorische Soldaten.
Diese lauten: Nüchternheit, Pünktlichkeit, Gehorsam, Wachsamkeit, Gleichheit, Effizienz, Schweigsamkeit und Eifer und sind in dem "Codex Militare" so definiert:

Nüchternheit sollen alle Soldaten beibehalten. Es ist der Status frei von alchemischen oder magischen Substanzen, die die innere Stimme davon abhalten, gehört zu werden.
Pünktlichkeit ist die Gewohnheit, die von allen verlangt wird, die die Soldaten "Herr" nennen. Es ist die Verbindlichkeit auf eine Notiz vorbereitet zu sein, die Befehle für die Soldaten mit sich bringt.
Gehorsam wird von allen Soldaten verlangt. Es ist die vollständige Unterwürfigkeit vor allen Befehlen und Wünschen der Vorgesetzten.
Wachsamkeit ist der konstante Bewusstseinsstatus, den ein Soldat beibehalten sollte. Sie ist das Rückrad für die Verteidigung gegen fremde- und einheimische Widersacher.
Effizienz ist die Vorbeugung jeder Verschwendung. Es gilt für jede Lebensfunktion, für das Essen, die Energie, das Geld, selbst für das Leben.
Stille ist die Erforderniss für alle Soldaten, um nicht der Ordnung zu widersprechen. Es ist unentbehrlich für die Stabilität und Sicherheit unserer Welt.
Eifer ist die Fähigkeit ein Ziel zu suchen und zu verfolgen. Es ist besonders wichtig für die Armeen von Pragorien um den Sieg zu sichern.

von Michael Schroeter